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Schutz, Raum & Chancen

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haus der geschützten wohnungen

Was? Wer? Wie? Wo?


Was ist das „Haus der geschützten Wohnungen“ des Katholischen Familienverbandes Südtirol (KFS) und seit wann besteht es? 

Das Haus der geschützten Wohnungen ist eine Einrichtung, die seit 1987 besteht. Frauen, die sich in Gewaltsituationen befinden, haben die Möglichkeit, sich an das Haus der geschützten Wohnungen zu wenden. Es bietet ihnen eine Unterkunft sowie Hilfe bei persönlichen und psychologischen Problemen.


Welche Dienste bietet das Haus den Hilfesuchenden an? 

Beratungsgespräche, Unterstützung bei der Arbeitssuche und Wohnungssuche, Sprachförderung, Unterstützung der elterlichen Kompetenzen durch individuelle Beratung, Förderung des Selbstwertgefühls durch interne Fortbildungen, Unterstützung des Netzwerkes mit Sozialassistenten, Unterstützung bei der Zusammenarbeit mit den öffentlichen Behörden und Ämtern, Vermittlung von kostenlosem Rechtsbeistand, Kinder können wöchentliche Stunden bei der Erzieherin in Anspruch nehmen, Selbsthilfegruppen.


Wer kann sich an das Haus der geschützten Wohnungen des KFS wenden? 

Alle Frauen, die sich in einer Situation psychischer, physischer, sexueller oder ökonomischer Gewalt befinden.


Haben die Mitarbeiterinnen eine spezifische Ausbildung? 

Die Koordinatorin des Hauses und die Ansprechperson für die Kinder und Jugendlichen im Haus sind Psychloginnen. Die Verwaltungskraft  ist seit Jahren verantwortlich für den gesamten Verwaltungsbereich und hat verschiedene Fortbildungen und Kurse besucht, wie beispielsweise zum Thema Notfälle am Telefon. Das gesamte Team bildet sich regelmäßig fort. Alle Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht!


Welchen Formen von Gewalt sind Frauen in der häuslichen Umgebung ausgesetzt? 

Psychischer, physischer, sexueller und ökonomischer Gewalt sind sie oft in ihrer Umgebung ausgesetzt.


Wer sind die Frauen, die sich an das Haus der geschützten Wohnungen wenden? 

Von der Statistik ist abzulesen, dass alle Altersgruppen gleichermaßen betroffen sind. Es sind Einheimische, die sich an das Haus wenden, aber auch viele Migrantinnen, die in Südtirol wohnen. Die Frauen kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten.


Sind die Frauen, die sich an das Haus der geschützten Wohnungen wenden, jeweils einer Form von häuslicher Gewalt ausgesetzt oder ist es meist eine Kombination von mehreren Formen? 

Meistens ist ein Zusammenspiel dieser Komponenten, wie psychische-ökonomische, aber auch psychische-physische-sexuelle oder ökonomische Gewalt.


Wie lange dürfen Frauen im Haus bleiben? 

Der Zeitraum der Aufenthaltsdauer dürfte 6 Monate nicht überschreiten.


Was geschieht dann? 

Das Haus bleibt mit der Frau in Verbindung, falls sie dies wünscht.


Gibt es eine Nachbetreuung? 

Die Frau kann sich jederzeit wieder an das Haus der geschützten Wohnungen wenden, wenn sie weiteren Beistand oder Supervision wünscht.


Wie wirkt sich eine andauernde Gewaltsituation auf die Kinder und deren emotionale Entwicklung aus? 

Die Kinder sind oft traumatisiert und ihre emotionale Entwicklung ist oft gestört. Deshalb ist es unsere Aufgabe ihnen jetzt ein sicheres Umfeld zu ermöglichen. Sie können mit der Erzieherin spielen, basteln und über ihre Probleme sprechen.


Was kann das Umfeld tun, wenn der Verdacht besteht, dass eine Situation häuslicher Gewalt vorherrscht? 

Das Umfeld sollte die Frau vorsichtig auf diesen Verdacht ansprechen und ihr eventuell Adressen und Telefonnummern geben, an die sich die Betroffene wenden kann. Sehr häufig ist zu beobachten, daß die Frau selbst das Problem herabspielt. Diese Frauen fühlen sich sehr einsam und glauben, dass ihnen niemand glauben würde. Deshalb ist für Außenstehende eine der wichtigsten Verhaltensweisen jene, der Frau Glauben zu schenken, ihr zuzuhören und ihr zur Seite zu stehen. Gegebenfalls kann man ihr auch anbieten, sie zur Kontaktstelle gegen Gewalt zu begleiten.


Wer sind die Netzwerkpartner des Hauses der geschützten Wohnungen? 

Die Zusammenarbeit mit verschiedensten Partnerinnen und Partnern ist grundlegend für das Gelingen einer professionelen Arbeit im Haus der geschützten Wohnungen. Daher macht es sich das Haus der geschützten Wohnungen zur Aufgabe, die Kommunikation und Netzwerkarbeit zwischen den verschiedenen Bereichen aufrecht zu erhalten und zu fördern.


Unsere Netzwerkpartner 

Öffentliche Einrichtungen:
Betrieb für Sozialdienste, Sozialsprengel, Sanität, Gemeinde, Autonome Provinz Bozen
Politik und Verwaltung:
Landesämter, politische Gremien, Astat
Soziale Einrichtungen:
Frauen helfen Frauen, Katholischer Familienverband, Geschützte Wohnungen und Frauenhausdienste, Familienberatungsstellen, Caritas Diözese Bozen Brixen, Hands, Dienst für Abhängigkeitserkrankungen, Forum Prävention, young&direct, Infes, Frauen-Nissà
Ambulante Einrichtungen:
Psychologische Dienste, Zentrum für Psychische Gesundhheit, Zentrum für Psychotherapie und Psychosomatik
Stationäre Einrichtungen:
Psychiatrische Abteilung, Therapieeinrichtung Bad Bachgart
Kinder- und Jugendarbeit:
Jugendgericht, Sozialassistenten/innen, IPAI, Kindergärten, Schulen
Ordnungskräfte:
Quästur, Carabinieri, Polizei